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ISBN: 978-3-942312-06-6

9,95 Euro

Tanja wünscht sich nichts sehnlicher als eine Katze.
Auch zu ihrem 11. Geburtstag erfüllt sich ihr Herzenswunsch nicht.
Dann tritt plötzlich Avelin in ihr Leben. Eine Katze, wie sie sich Tanja immer gewünscht hat.
Und doch ist Avelin keine gewöhnliche Katze, sie ist etwas ganz Besonderes. Sie nimmt Tanja mit über den Regenbogen, in ein Land, wie es sonst nur in Träumen existiert.
Was Tanja und Avelin alles für Abenteuer erleben, erfahrt ihr in diesem Buch.

Leseprobe:

Als Tanja an diesem Abend einschlief, wunderte sie sich, wieder auf dem Regenbogen zu sein. „Ich darf wieder in dein Reich?“
„Wieso denn nicht? Du hast mir doch sehr geholfen, indem du Malogga besiegt hast“, erklärte Avelin.
Tanja lief schneller und freute sich über das samtpfotige Begrüßungskomitee, das sie schon erwartete, kaum, dass sie den zweiten Fuß auf anjulistanischem Boden aufsetzte. Lavelia strich ihr zutraulich um die Beine. Und eine andere Katze kam an, grau getigert, mit weißen Pfötchen.
Tanja blinzelte. Das konnte doch nicht … „Minka?“
„Miau“, sagte die Katze und schmiegte sich mit dem gleichen Schnurren an sie, wie sie es so oft von Minka gehört hatte.
Tanja ging in die Knie und hob die Getigerte hoch. Minka besaß an der Innenseite ihres linken Hinterlaufs einen schwarzen Fleck, der sie unverkennbar von anderen grau getigerten Katzen unterschied. Deutlich konnte sie den Fleck erkennen. Kein Zweifel, es war Minka.
„Wie ist das nur möglich“, murmelte Tanja mehr zu sich selbst, doch Avelin antwortete ihr trotzdem.
„Ich habe dir schon einmal gesagt, dass im Traum alles möglich ist. Und dies hier ist Anjulistan, das Katzenkönigreich.“
„Dann sind hier noch mehr … tote Katzen?“ Tanja strich durch Minkas Fell, das unversehrt war. Nichts wies darauf hin, dass sie überfahren wurde.
„Ja, viele. Anjulistan ist auch ein Ort für die Seelen verstorbener Katzen.“
„Und sie bleiben hier?“, fragte Tanja. Sie fand das alles sehr faszinierend. Ein bisschen seltsam vielleicht, aber nicht gruselig. Es war ja auch nicht gruselig, wenn sie mit ihrer Mutter zum Friedhof ging und frische Blumen auf das Grab ihrer Urgroßeltern legte.
„Die meisten. Doch manche kehren zurück, in dem Körper einer anderen, gerade geborenen Katze.“
„Und du? Bist du auch …?“
„Nein, ich bin immer schon in Anjulistan gewesen“, erklärte Avelin.
„Aber wenn ich das alles nur träume, ist Minka dann auch in Wirklichkeit in Anjulistan?“ So ganz hatte Tanja das immer noch nicht verstanden. Denn Avelin war ja noch bei ihr, in ihrer Wohnung und ihrem Zimmer, jedenfalls tagsüber, wenn sie nicht schlief.
„Ja, Minka ist dort. Es ist ein wenig kompliziert.“
„Oh ja“, pflichtete Tanja ihr bei.
„Weshalb du darüber auch nicht weiter nachgrübeln solltest. Na komm, lass uns zum Schloss gehen! Es gibt so vieles, das ich dir noch zeigen möchte.“
Nur zu gern folgte Tanja ihr. Sie genoss den leichten Wind, der durch ihr Haar fuhr. Und vor allem genoss sie die Gesellschaft der vielen Katzen.