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Mit Musik-CD!

ISBN: 978-3-942312-04-2

11,90 Euro

Als ich ein kleines Mädchen war, hatte ich eine Freundin, sie hieß Astrid. Wir spielten jeden Tag zusammen und – wir stritten uns oft. Ein Streitpunkt zwischen uns war: Welche Farbe haben Teufel? Astrid war sich sicher, sie sind grün, während ich davon überzeugt war, dass sie rot waren … vielleicht war es auch umgekehrt, das weiß ich nicht mehr so genau. Die Teufelfrage blieb ungelöst. Als mir dann später Pieksi begegnete, sah ich zu meinem Erstaunen, dass er vorne rot und hinten grün war. Wir hatten also beide Recht gehabt.

Leseprobe:

Fast noch schlimmer als Eis ist Wasser für die Teufel. Wasser ist gefährlich, da es ja Feuer löschen kann, und daher hat sich jeder Teufel, ob rot oder grün, von Wasser fern zu halten. Das ist in der Hölle nicht weiter schwierig, mag man jetzt denken, doch auch unter der Erde gibt es Seen und Quellen.
Pieksi entdeckte daher beim Herumstreunen einen kleinen See, erschrak, blieb stehen und bewegte sich keinen Zentimeter vorwärts. Doch neugierig war er schon, wie dieses verbotene Element denn so aussah und wie es roch. Er schnupperte und reckte seinen kleinen Hals, um besser sehen zu können ohne sich aber dem Wasser zu nähern. Eine kleine Welle konnte er beobachten, noch eine kleine Welle und da, eine größere! In dem See bewegte sich ja etwas. Neugier und Angst vermischten sich in Pieksis Herzen, tapfer blieb er stehen, als eine Gestalt mitten aus dem See hervortrat. Ein glitschiger Mann, mit Bart und…was war das? Dieses Wesen hatte ja auch einen Dreizack in der Hand! Der kleine Teufel hielt seinen Dreizack ebenfalls hoch in die Luft, schwenkte ihn hin und her und das Wasserwesen winkte mit seinem zurück.
„Wer bist du?“, scholl es über den See.
„Ich bin Pieksi!“, rief Pieksi. „Und wer bist du?“
„Ich bin Aquarias Nr. 7, ein Wassermann. Komm doch näher und zeig mir deinen Dreizack.“
„Das kann ich nicht“, antwortete Pieksi, „ich bin ein Teufel und vertrage Wasser nicht. Komm du doch heraus und wir gehen zusammen zum Hauptfeuer.“
Aber das konnte der Wassermann nun nicht, denn Feuer und Wasser vertragen sich nicht.
„Wie schade“, rief Aquarias, „ich würde dich gerne zum Freund haben.“
„Ich dich doch auch“, jammerte Pieksi und wusste vor Traurigkeit nichts weiter zu sagen. Da hatte er einen neuen Freund gefunden und konnte nicht zu ihm kommen.